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Die meisten lizenzierten Anbieter werden außerdem regelmäßigen Audits unterzogen, um ihre Umsetzung von Verfahren und Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen. Daran können sich auch Dritte wie z.B. eCogra beteiligen – ein Unternehmen, das Spielesoftware auf Zufälligkeit und Fairness testet. Für ein Online Casino gibt es also viel zu bewältigen – nicht zu reden von einem einzelnen Spieler, der dies alles verinnerlichen muss. Aus diesem Grund haben wir einen Artikel verfasst, in dem die verschiedenen Glücksspiellizenzen und Aufsichtsbehörden sowie deren Bedeutung für Sie als Spieler umfassend erklärt werden.

Eine kurzer historischer Abriss 

Es könnte Sie überraschen, zu erfahren, dass Online Glücksspiellizenzen etwa zwei Jahre älter sind als Online-Spielbanken. Antigua und Barbuda war die erste Nation, die das Online-Glücksspiel regulierte, und zwar im Jahr 1994. 1996 wurde InterCasino die erste voll funktionsfähige Online-Spielbank, und 1997 waren bereits über 200 ausgewiesene Casinos online. Es waren nicht nur die Spielbank-Einrichtungen selbst, die für eine Explosion in der Szene sorgten, da ein größerer und konzentrierterer Markt ernsthafte behördliche Aufmerksamkeit benötigte.

Seitdem haben sich die Länder dazu entschieden, sich in Bezug auf Online-Glücksspiele in eine von drei Richtungen zu bewegen. Einige haben das Internet-Glücksspiel als eine rechtmäßige Form der Unterhaltung und der Generierung von Steuereinnahmen voll und ganz angenommen. Diese Länder werden als regulierte Länder bezeichnet, da sie über eine eigene Glücksspielbehörde verfügen, die für die Legitimität der Spielaktivitäten verantwortlich ist. 

Es gibt andere Länder, die diese Welle einfach ignoriert haben und ihre Region in einer relativen Grauzone belassen. Einige Länder haben beschlossen, alle Formen des Glücksspiels in Online Casinos vollständig zu verbieten. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür sind die USA, die diese Haltung erst kürzlich in einigen Bundesstaaten wie Pennsylvania, Delaware und New Jersey aufgegeben haben.

Die Bedeutung von Lizenzen

Das Glücksspiel hat immer die Aufmerksamkeit von Regierungen auf sich gezogen, ob in positiver oder negativer Hinsicht. Die Steuervorteile des legalisierten Glücksspiels sind schwerlich abzustreiten – ebenso wie die negativen Auswirkungen, die das Glücksspiel auf eine Person haben kann. In Verbindung mit der Anziehungskraft, die Glücksspiele auf kriminelle Elemente haben können, sehen wir jetzt eine Vielzahl unterschiedlicher Lizenzierungsstellen und -behörden. Legitime Spielbanken müssen über geeignete Systeme verfügen, um illegalen Aktivitäten entgegenzuwirken und gleichzeitig die Standards in Bezug auf die Spielersicherheit einzuhalten. Das hauptsächliche Problem ist die Tatsache, dass Online-Unternehmen von Natur aus in der Lage sind, international tätig zu sein. Das bedeutet, dass bei der Entscheidung, ein Produkt oder eine Dienstleistung für Einwohner eines bestimmten Landes bereitzustellen, Legalitäten, Auflagen und auch die Kultur des Landes berücksichtigt werden müssen.

Verantwortungsbewusstes Spielen

Spielsucht ist eine bekannte Erkrankung, die schon häufig Gegenstand hitziger Debatten im Zusammenhang mit der Regulierung des Online-Glücksspiels war. Das Problem ergibt sich hauptsächlich aus der Frage, wie Spielsucht am besten bekämpft werden kann. Die Idee des Verbots funktioniert einfach nicht – denn Spieler, die spielen möchten, finden immer einen Weg, dies zu tun. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Länder dafür, das Online-Glücksspiel für ihre Einwohner zu regulieren und auf diese Weise gefährdete Spieler zu schützen. Dies tun sie, indem sie strenge Regeln für diejenigen Spielbanken festlegen, die eine Lizenz erhalten, mit der sie den Einwohnern des Landes ihre Dienste anbieten können.

Maßnahmen wie die Möglichkeit, sich selbst auszuschließen, Einzahlungs- oder Verlustlimits festzulegen oder sogar eine Pause vom Glücksspiel einzulegen, gehören mehr oder weniger zum Standard. Solche Maßnahmen verlangen die meisten Aufsichtsbehörden von Spielbanken, denen eine Lizenz erteilt wurde. Darüber hinaus verlangen einige Länder, dass ihre lizenzierten Spielbanken Teil nationaler Datenbanken sind, in denen sich ein Spieler selbst vom Glücksspiel ausschließen kann. Hierdurch wird verhindert, dass der Spieler sich registriert, ein Konto eröffnet oder in anderen Spielbanken mit dieser Lizenz spielt. Beispiele für solche Datenbanken sind GamStop für Großbritannien und SpelPaus für schwedische Spieler.

Nationale und internationale Behörden

In der Realität gibt es keine internationale Glücksspiellizenz. Jede Glücksspielbehörde hat nur die Möglichkeit, Regeln und Vorschriften in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich durchzusetzen. Der Umstand, dass das Internet keine Grenzen kennt, macht dies jedoch etwas schwierig. Deshalb werden einige Spieler feststellen, dass die Gerichtsbarkeit, unter der sie spielen, nicht mit der des Staates übereinstimmt, in dem sie sich befinden. Dies ist beispielsweise bei Spielern in Norwegen oder Finnland der Fall. Spieler aus diesen Ländern spielen normalerweise unter der Gerichtsbarkeit von Malta oder Curaçao.

Der Grund, warum Spieler in Ländern wie Finnland unter der maltesischen Gerichtsbarkeit spielen können, ist, dass Finnland ein staatliches Glücksspielmonopol hat und es keinem anderen Unternehmen erlaubt, seinen Bewohnern Glücksspiel-Dienstleistungen anzubieten. Dies steht jedoch nicht im Einklang mit dem Fair Trade-Abkommen, das innerhalb der EU gilt. Daher können Unternehmen mit Sitz in Malta, einem anderen EU-Mitgliedstaat, ihre Dienste Spielern in Finnland anbieten, solange sie in dem Land keine physische Präsenz aufbauen.

Länder ohne staatliches Monopol, die über eine offizielle Glücksspielbehörde verfügen, die mehreren Online-Spielbank-Betreibern Lizenzen erteilen kann, können nicht lizenzierten Betreibern gesetzlich verbieten, ihren Einwohnern ihre Dienste anzubieten. Der einfache Grund dafür ist, dass es eine Lizenz gibt, die Online-Spielbanken beantragen können. Solange eine Spielbank diese Lizenz beantragen kann, entspricht dies den EU-Vorschriften in Bezug auf den fairen Handel.

Glücksspiellizenz unter oder aus einer Gerichtsbarkeit

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen den verschiedenen Lizenzen besteht darin, wofür die Lizenz ausgestellt wurde. Zum Beispiel haben die meisten regulierten Länder wie das Vereinigte Königreich eine Lizenz, die es Spielbanken ermöglicht, ihre Dienste innerhalb des Landes legal anzubieten. Das bedeutet, dass die von der britischen Glücksspielkommission ausgestellte Lizenz nur für Spieler mit Wohnsitz in Großbritannien verwendet werden darf. Malta hingegen verfügt über eine Lizenz, die es Spielbank-Betreibern ermöglicht, Glücksspiel-Dienstleistungen nicht nur Spielern in Malta, sondern auch Spielern aus Malta anzubieten.

Deswegen können beispielsweise Spieler in Finnland unter der maltesischen Gerichtsbarkeit spielen, nicht jedoch unter der britischen. Dieser auf den ersten Blick unbedeutende Unterschied im Wortlaut der Lizenzvereinbarung hat enorme Auswirkungen auf die Verwendung der Lizenz. Aus diesem Grund gilt Malta auch als die iGaming-Hauptstadt der Welt. Rund 500 iGaming-Unternehmen haben ihren Hauptsitz auf der relativ kleinen Mittelmeerinsel.

Aufgrund der Möglichkeit, Glücksspieldienste von Malta aus anzubieten, verwenden die meisten Online-Spielbank-Betreiber diese Lizenz, um ihre Dienste in sogenannten unregulierten Märkten anzubieten, also in Ländern ohne nationale Glücksspielbehörde und -lizenz. Eine Spielbank kann so viele Lizenzen haben, wie sie möchte. Daher verfügt eine Spielbank häufig über eine Lizenz aus einer langen Liste regulierter Märkte, da diese einzeln erworben werden müssen. Darüber hinaus verwendet sie eine Lizenz wie die aus Malta, mit der alle nicht regulierten Märkte bedient werden können. Es gibt viele Lizenzen, die für diesen Zweck genutzt werden können. Die häufigsten sind die Lizenzen aus Curaçao, Gibraltar und Panama.

Schwerpunktbereiche der meisten Regulierungsbehörden

Es ist nicht nur das Ausmaß der Zuständigkeit einer Behörde, das eine Glücksspiellizenz von einer anderen unterscheidet – denn vermutlich hat jede Behörde ihre eigene Liste mit Vorsichtsmaßnahmen, die getroffen werden müssen, bevor eine Lizenz vergeben werden kann. Die Hauptschwerpunkte sind jedoch in der Regel überall dieselben. Einige entsprechen den internationalen Regeln und Vorschriften, während andere unter den Glücksspielbehörden mehr oder weniger zu einem Industriestandard geworden sind. Hier sind einige der allgemeinen Schwerpunktbereiche:

Verfahren für Beschwerden von Spielern – Einige Behörden interessieren sich besonders für Beschwerden von Spielern und haben daher ein eigenes Beschwerdeverfahren, das gegen eine bestimmte Spielbank eingeleitet werden kann. Es gibt jedoch einige Lizenzierungsstellen, die sich nicht auf Beschwerden von Spielern einlassen, was eindeutig nicht sehr attraktiv für Spieler ist, die sich diese zusätzliche Sicherheitsebene wünschen.

Praktiken für verantwortungsbewusstes Spielen – Das Konzept des verantwortungsvollen Spielens wird von einigen Behörden strenger gehandhabt als von anderen. Die UKGC und die dänische Glücksspielbehörde zum Beispiel sind besonders dafür bekannt, dass sie einige der strengsten Anforderungen der Glücksspiel-Industrie in Bezug auf verantwortungsvolle Spielpraktiken und Selbstausschlussanfragen haben.

Anforderungen für die Kontoüberprüfung – In allen legitimen Online-Spielbanken ist eine Kontoüberprüfung erforderlich. Die Art und Weise, wie die Spielbanken mit diesem Prozess umgehen, kann jedoch je nach Lizenzierungsstelle variieren. Die UKGC kann beispielsweise verlangen, dass die Kontoverifizierung sofort nach dem Anlegen des Kontos abgeschlossen wird. Andere Behörden wie die MGA verlangen stattdessen, dass der Spieler zur Verifizierung aufgefordert wird, nachdem eine Auszahlungsanforderung gestellt wurde.

Anti-Geldwäsche – Da viel Geld in und aus Spielbanken fließt, muss jeder Anbieter sicherstellen, dass Spieler in der Spielbank kein Geld waschen oder, was noch schlimmer wäre, Geld an kriminelle Netzwerke oder terroristische Organisationen weiterleiten. Die Regeln hierfür werden durch das Völkerrecht festgelegt. Jede seriöse Glücksspielbehörde schreibt vor, dass diese Regeln auf Punkt und Komma befolgt werden müssen, wenn die Spielbank ihre Lizenz behalten möchte.

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Wir stellen zu allen wichtigen Glücksspielbehörden umfangreiche Artikel bereit, damit Sie sich auf dem Laufenden halten können. Wenn Sie mit den verschiedenen Lizenzierungsstellen und ihren unterschiedlichen Merkmalen vertraut sind, können Sie Ihre Erwartungen an eine Webseite strategisch verwalten, noch bevor Sie sich registrieren. Und das Wichtigste: Wenn Sie die Anforderungen einer bestimmten Lizenz kennen, sind Sie sich Ihrer Rechte als Nutzer eher bewusst. 

Oft ist es das Unbekannte, das unseren Geist an seine Grenzen bringt. Deshalb bemühen wir uns, Ihnen das vollständige Bild zu vermitteln. In unseren Spielbank-Bewertungen werden immer die wichtigsten Lizenzierungsstellen aufgeführt, bei denen eine bestimmte Spielbank registriert ist. Darüber hinaus stellen wir Informationen zu den jeweiligen Behörden bereit. Es ist eine Sache, festzustellen, dass eine Spielbank lizenziert ist – aber es ist etwas anderes, zu wissen, ob die Prioritäten dieser Behörde mit Ihren übereinstimmen.

David Raczinski
David RaczinskiAktualisiert: 19 Jun 2022
Als passionierter Pokerspieler hat David seit jeher ein starkes Interesse an der Entwicklung des Online Glücksspielmarktes. Einen kleinen Wendepunkt markierte der sogenannte „Black...

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